5 BMBF-Forschungsprojekt “e-generation“ e-generation ist ein Gemeinschaftsprojekt von führenden deutschen Unternehmen aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie Forschungs- einrichtungen und Universitäten. Projektpartner sind die Porsche Engineering Group GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Volkswagen AG (assoziierter Partner), Robert Bosch GmbH, Behr GmbH & Co. KG, ZF Sachs, Infineon Technologies AG, asc(s e.V., Fraunhofer LBF, Universität Ulm, Universität Stuttgart, Technische Universität Dresden, Karlsruher Institut für Technologie, RWTH Aachen und die Technische Universität Braunschweig. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Insgesamt verfügt e-generation über ein Budget von 39 Millionen Euro, das zu rund 50 Prozent vom BMBF gefördert wird. Die übrige Projektsumme entfällt auf die Industriepartner. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Identifikation und Nutzung von Potenzialen bzgl. Reichweite und der Alltagstauglichkeit. Dazu wird eine neue Generation von Komponenten entwickelt und im Verbund bezüglich Effizienz und Gewicht optimiert. Kostenpotenziale sollen durch Modulari- sierung und Komponentenbaukasten dargestellt werden und ermöglichen eine Verwertung der Forschungsergebnisse auf breiter Basis. Der Schwer- punkt des Projektes liegt auf den Bereichen Antrieb, Nebenaggregate/ Klimatisierung und mechanische Bremsen, da diese Bereiche einzeln, aber vor allem auch für eine übergreifende Gesamtoptimierung ein hohes Potenzial aufweisen. Diese Einzel- wie auch die Gesamtoptimierung sollen dabei erarbeitet werden. Übergeordnetes Ziel des Teilprojektes 7 – Leichtbau – ist, auf wirtschaft- liche Weise und unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs ein maximal leichtes Fahrzeug in Multi-Material-Bauweise zu konzipieren und somit einen maximalen Beitrag zur effektiven Reichweite zu leisten. Im best Case würde das aus dem Elektroantrieb resultierende Mehrgewicht vollständig kompensiert werden. Das asc(s bringt hier seine umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der  modernen virtuellen Fahrzeugentwicklungsprozesse und der dabei eingesetzten numerischen Simulationsmodelle und -methoden sowie der zu berücksichtigenden funktionalen Auslegungskriterien und Lastfälle in das Projekt mit ein. Als gemeinnützige Forschungseinrichtung übernimmt das asc(s aus dem gebündelten Wissen seiner Mitglieder wie der Softwarehersteller (KMUs), der Zulieferer und Automobilhersteller sowie dem Wissen der eigenen Mitarbeiter automobilspezifische Simulationsaufgaben im Teilprojekt TP 0 – Gesamtfahrzeug zum Nachweis der Crashsicherheit sowie im Teilprojekt 7 – Leichtbau zur Identifikation gewichtsreduzierender Maßnahmen. Das asc(s trägt hierbei die Verantwortung für die Forschungsarbeiten zur Absicherung der integrativen Sicherheitsstruktur. Neben Simulationen zur Auslegung von Bauteilen und Baugruppen hinsichtlich Steifigkeit, NVH und Crash, bringt das asc(s insbesondere auch seine Kompetenz beim Einsatz numerischer Methoden zur Topologieoptimierung und Optimierung von Faserverbundstrukturen (CFK) mit ein. asc(s |  Automotive Simulation Center Stuttgart e.V. Impressum Aktuelles von den Projekten Inzwischen ist das erste beim asc(s durchgeführte Projekt FEM-MKS abgeschlossen und das zweite Projekt MDO-Fahrzeug steht kurz vor dem Abschluss. Wichtige Erkenntnisse bei der CAE-Prozesskette und bei den numerischen Verfahren sind dabei erarbeitet worden. Eine Umsetzung dieser Ergebnisse in die industriell eingesetzten CAE-Programme erfolgt nun als nächster Schritt. Folgeprojekte dazu sind teilweise schon gestartet bzw. in Vorbereitung. Kontakt zur Übersicht 5 Industrieprojekt “FEM-MKS II” Das Projekt "Import von FE Strukturen in MKS-Codes“ (Akronym: FEM- MKS) wurde durch das Automotive Simulation Center Stuttgart e.V. koordiniert. Projektpartner waren das Automotive Simulation Center Stuttgart e.V., das Institut für Technische und Numerische Mechanik der Universität Stuttgart (ITM), die Daimler AG, die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, die INTES Ingenieurgesellschaft für technische Software mbH, das Stuttgart Research Centre for Simulation Technology und Exzellenzcluster SimTech und als assoziierter Partner die Altair Engineering GmbH. Bereits im Juni 2011 wurde dieses Projekt mit großem Erfolg abge- schlossen. Dabei wurde das Potenzial der mit dem Programmpaket MOREMBS umgesetzten modernen Modellreduktionsverfahren gezeigt. Neben der Anwendbarkeit auf industrielle Beispiele wurde eine deutlich verbesserte Abbildungsgüte nachgewiesen. Da seitens der Automobilindustrie neue und erweiterte Anforderungen an dieses Reduktionsverfahren bestehen, wurde ein Nachfolgeprojekt “Import von FE Strukturen in MKS Codes-Teil II“ (Akronym: FEM-MKS II) definiert,  das am 1. Mai 2012 gestartet ist. Ride Simulationen sind neben anderen eine häufig bei den OEMS durch- geführte Anwendung der Simulation elastischer Mehrkörpersysteme (eMKS). Dazu wird ein detailliertes eMKS-Gesamtfahrzeugmodell mit allen wichtigen Fahrzeugbauteilen und -baugruppen erstellt und über digitali- sierte Straßen gefahren. Dabei spielen insbesondere Kopplungen zwischen einzelnen Komponenten, wie die zwischen der flexibel modellierten Karosserie und den ebenfalls flexibel modellierten Sitzen, eine wichtige Rolle. Um die dynamischen Eigenschaften eines Systems richtig abzubilden, ist oftmals eine solche Kopplung mehrerer flexibler Körper notwendig. Das dynamische Zusammenspiel zwischen Sitz und Karosserie kann im Frequenzbereich von 0 Hz bis 50 Hz nur sinnvoll abgebildet und bewertet werden, wenn beide Körper elastische Freiheitsgrade enthalten. Um eine Erweiterung der Anwendbarkeit auf industrielle Fragestellungen mit mehreren elastischen Körpern zu erhalten, ist eine Anwendung auf Mehrfachkopplungen (FE/FE) reduzierter Teilsysteme zu untersuchen. Ebenso ist die Glättung der Prozesskette im Sinne der industriellen Anwendbarkeit von großem Interesse. EU-Forschungsprojekt  “PaaSage” PaaSage ist ein EU-Förderprojekt im Rahmen von FP7 mit 15 Projekt- partnern im EU-Projektcluster IKT. Das Fördervolumen beträgt 6,3 Mio. €. Das asc(s erhält davon einen Mitarbeiter für 2 Jahre finanziert bzw. mitfinanziert zu 75% - mit einer Overhead-Pauschale von 60%. The vision of PaaSage is to create an open infrastructure that will support providers in easily defining platform independent applications and services that exploit the cloud specific capabilities to a maximum degree. It will enable model-based development of such applications and support the developer by coupling captured knowledge and requirements for scalability, database management, service levels, cost, execution time, scheduling constraints etc. to give cost and benefit feedback at development time and make deployment recommendations. This extended model will be coupled with historical meta-data to enable automated real-time intelligent reasoning to provide a feasible dynamic mapping of these models to the platform(s) selected for the application instantiation. PaaSage will deliver a model-based open upperware1 platform shown in the Figure with a set of interworking functional components integrating A familiar modelling and integrated development environment (IDE) integrated into the popular development platform Eclipse. Cloud modelling language, Cloud ML, allowing the creation of novel models and meta-models for enterprise systems, focusing on architectural styles for platform independent solutions. Cloud ML will be standardized as an OMG standard during the lifetime of the project. A speculative profiler to analyse existing applications or source code at development time, in order to derive the data dependencies, communication patterns, computing complexities, behavioural and quality characteristics of the functional units helping to establish the application directed acyclic graph (DAG). An intelligent stochastic reasoner capable of identifying feasible configurations satisfying the execution constraints in stochastic settings when the time variant execution parameters can only be measured with uncertainty. The reasoner will learn the better configurations with each. Das asc(s beteiligt sich bei PaaSage  an folgenden vier von insgesamt zehn Arbeitspaketen: WP 6  –  Requirements, Integration and Testing WP 7  –  System demonstrators WP 8  –  Exploritation WP 9  –  Training and Dissemination Mit seiner Expertise auf dem Gebiet der numerischen Simulation beteiligt sich das asc(s neben der Spezifikation der Anforderungen für die zukünftige Nutzung von Cloud-Umgebungen in der Automobilindustrie insbesondere auch bei der Erstellung von drei Use-Case-Domains sowie bei der Erstellung von System Demonstratoren, an Hand derer die Fähigkeiten von PaaSage in industriellen und akademischen Umgebungen überprüft wird. Weiterhin beteiligt sich das asc(s an der Durchführung von geeigneten Fortbildungsmaßnahmen auf dem Gebiet des Cloud-Computing. Industrieprojekt “FEM-MKS II” BMBF-Forschungsprojekt “e-generation” EU-Forschungsprojekt  “PaaSage” Projektpartner Porsche Engineering Group GmbH Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Volkswagen AG Robert Bosch GmbH Behr GmbH & Co. KG ZF Sachs Infineon Technologies AG asc(s e.V. Fraunhofer LBF Universität Ulm Universität Stuttgart Technische Universität Dresden Karlsruher Institut für Technologie RWTH Aachen Technische Universität Braunschweig